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Ungedeckte Tiere bei Hitzestress

Hohe Tagestemperaturen drücken auch in der Rindviehmast auf Tierwohl und Leistung. Die sommerliche "2er-Falle" lässt grüssen.

Im Jahr 2019 erreichten gem. Proviande rund 30'000 Munis oder ungefähr 30% die angestrebte Fettabdeckung 3 nicht. In den Sommermonaten ist der Anteil an ungedeckten Tieren höher als im Winter. Das ist kein Zufall, denn einer der vielen Einflussfaktoren der Fettabdeckung ist Hitzestress. Dieser hängt von der Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bereits ab 24°C und 70% Luftfeuchtigkeit leiden die Tiere deutlich unter der Hitze.

Verschlechterte Rentabilität

Hitzestress zeigt sich durch eine reduzierte Futteraufnahme, verstärktes Schwitzen, höheren Wasserkonsum und eine schnellere Atemfrequenz bis hin zu keuchen. Um sich abzukühlen, bleiben manche Tiere fast bewegungslos längere Zeit an Ort und Stelle stehen. Auch das Risiko für Klauenschäden oder Pansenacidose steigt deutlich an. All diese Punkte schaden nicht nur dem Tierwohl, sondern auch der Mastleistung. Hitzestress wirkt sich also direkt auf die Rentabilität der Mastmunis aus.

Stallklima optimieren

Mit gezielten Massnahmen können Hitzestress und seine Folgen reduziert werden. Dazu gehört in jedem Fall ein optimiertes Stallklima. Mittels Belüftungssystem und offenen Ställen wird eine gute Luftzirkulation sichergestellt. Wenn möglich können Fenster oder Teile fester Wände mit Windschutznetzen ersetzt werden. Beim Einsatz von Wasser sind Vernebelungsanlagen zur Abkühlung der Stallluft empfohlen. Auf Sprinklersysteme die zu nassen Tieren führen, sollte verzichtet werden.

Die Ration muss cool bleiben

Neben dem Stallklima gilt der Fütterung ein spezielles Augenmerk. Denn gerade Mischrationen mit hohem Maisanteil neigen schnell zu Erwärmung. Eine TMR gilt als erwärmt, wenn ihre Temperatur 2°C über der Umgebungstemperatur liegt. Solche Rationen werden schlechter gefressen, sind weniger verdaulich und bedeuten Energieverluste. Durch den Einsatz von 8052 TMR Cool wird dieses Problem stark reduziert. Das säurehaltige, nicht korrosive Pulver sorgt dafür, dass die Mischung frisch bleibt und gerne gefressen wird. Weitere Fütterungstipps bei Hitzestress:

  • Häufiges Nachschieben der Ration
  • Temporär Energiedichte der Ration durch mehr Ergänzungsfutter steigern
  • Mineralfutter- und Viehsalzgabe um mind. 10 % erhöhen
  • Zusätzlich ein 2690 PhysiO® Bloc FREEZE Leckstein mit Puffer und Lebendhefe zur Verfügung stellen
  • Tränkestellen sauber halten und, wenn nötig, Anzahl Tränkestellen erhöhen

Hefe - jetzt erst recht

Seit über 20 Jahren setzt melior in den Ergänzungsfuttern fermentierte Hefe von Diamond V® ein. Durch ihre positive Beeinflussung des Pansenmilieus wird die Futteraufnahme erhöht, die Faser- und Stärkeverdauung verbessert und das Risiko für Pansenübersäuerung reduziert. Vorteile also, die während der heissen Jahreszeit den entscheidenden Unterschied für einen 3er- statt 2er-Muni ausmachen können.