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Leckere Leckmasse fürs Kalb

Fachbericht von Durana Osterwalder, Technischer Dienst

Die Mineralstoffergänzung stammt einerseits aus dem Grundfutter, andererseits aus den zugeführten Komponenten der Ergänzungsfütterung. Diesen Grundsatz gilt es schon beim Jungvieh zu beachten.

Unter Berücksichtigung des geringeren Futteraufnahmevermögens haben Jungtiere während des Wachstums vergleichbare Bedürfnisse wie Kühe in Laktation. Aufzuchtkälber und -rinder gehen oft vergessen bei der Mineralstoffversorgung, sowohl auf der Weide wie auch während der Winterfütterung. Diese Lücke muss geschlossen werden, denn hier handelt es sich um eine lohnende Investition in die Zukunft.

Melasse animiert

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Mineralstoffversorgung beim Jungvieh sicherzustellen. In der Praxis und aus Gründen der Effizienz werden den bis zu sechs Monate alten Kälbern Leckeimer angeboten. Bereits ab den ersten Lebenstagen animiert der in der Leckmasse enthaltene Melassezucker die Kälber zum Lecken, was zur gewünschten Speichelproduktion führt und den Verzehr sowie die Nährstoffverwertung fördert. Dank des über die Leckschalen aufgenommenen Kalziums wird der Bedarf für den optimalen Skelettaufbau gedeckt, und mit der Phosphorzufuhr wird die Entwicklung der Pansenflora für die zukünftige mikrobielle Verdauung gefördert. Magnesium unterstützt den Faserabbau.

Für Kälber weicher

Das Leckvermögen von Kälbern und Jungrindern ist nicht so intensiv wie dasjenige von Kühen. Deshalb sollte ein Leckeimer etwas weicher gegossen sein bei Jungtieren. Nicht zu vergessen ist übrigens, dass Viehsalz (Natriumversorgung) und sauberes frisches Wasser zur freien Verfügung in einem Atemzug mit der Mineralstoffversorgung beim Jungvieh genannt werden muss.

Bei der weiteren Zusammensetzung der Jungvieh-Leckeimer sind unter anderem Sepiolithe zu erwähnen. Das sind Tonmineralien mit sehr grosser Oberfläche, welche beim Jungtier den Verdauungsprozess positiv regulieren, was beispielsweise bei Futterwechseln bedeutsam ist. Vitamin E und Selen helfen, das Immunsystem zu stärken.

Konsum überwachen

Ab einem Alter von sechs Monaten und in Abhängigkeit der Leistungsintensität können Leckeimer eingesetzt werden, welche im Handel zahlreich in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Sie dienen dem Ausgleich der Ration und zur Bedarfsdeckung mit Vitaminen und Spurenelementen.

Jetzt ist es wichtig, den Konsum zu überwachen. Die empfohlenen Einsatzmengen sollen kontrolliert und eingehalten werden. Bei Jungvieh kann die Dosierung je nach Produkt, Entwicklung des Tieres und Haltungsintensität zwischen 80 und 120g pro Tag variieren.

Drei bis vier Monate vor der Geschlechtsreife muss die Kupfer- und Manganversorgung speziell beachtet werden. Ein Mangel in dieser Phase kann zu verzögertem Eintreten der Geschlechtsreife führen und die Fruchtbarkeit sogar später bei der Kuh beeinträchtigen.

Die Speicher füllen

Sobald die Rinder trächtig sind und besonders gegen Ende der Trächtigkeit erhöhen sich die Anforderungen an die Mineralstoffversorgung nochmals. Ein Mineralfutter in Würfel- oder Griesform passt jetzt gut und muss rationsangepasst eingesetzt werden. Nebst der Versorgung mit den wichtigen Mengenelementen Kalzium, Phosphor und Magnesium spielen in diesem Stadium für die Gesundheit und Fruchtbarkeit die Vitamine- und Spurenelemente eine wesentliche Rolle. Ein Rind wird nur dann gut vorbereitet in einem optimalen Fitness- und Gesundheitszustand in die Laktation starten, wenn die Schlüsselelemente ausreichend gespeichert sind. Mit ein Grund für die besondere Aufmerksamkeit, welche der Mineralfutterergänzung in dieser Phase geschenkt werden muss, ist die Tatsache, dass der im Wachstum begriffene Organismus die Makroelemente jetzt am besten absorbieren kann.

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