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Aue mit Lämmern (BB Aeschlimann)

Fruchtbarkeit ist entscheidend

Damit Schweizer Lammfleisch und Schafmilch ökonomisch erfolgreich produziert werden kann, muss die Fruchtbarkeit der Mutter- und Milchschafe hoch sein. Bei der Fütterung sind verschiedene Phasen vor, während und nach dem Ablammen besonders zu beachten.

Die Wirtschaftlichkeit der Schafhaltung wird vom Trächtigkeitserfolg der Mutter- und Milchtiere stark beeinflusst. Ökonomisch gedacht heisst das: Es werden höhere Wurfrate und kürzere Zwischenlammzeiten angestrebt. Aber auch die Langlebigkeit hat einen Einfluss auf die Lebensleistung eines Tieres und auf seine Wirtschaftlichkeit.

Um in der inländischen Lämmermast wettbewerbsfähig zu sein, ist die «Anzahl Lämmer pro Lebzeit» eine entscheidende Kenngrösse. Nebst einer phasengerechten Fütterung hat das Fruchtbarkeitsmanagement über einen gezielten Einsatz des Widders den wohl wichtigsten Einfluss.

Zu den grossen Herausforderungen im Fruchtbarkeitsmanagement gehören die Brunsterkennung bei Mutter- und Milchschafen, die Möglichkeit von Zwillingsgeburten, die Trächtigkeit zu erhalten und schliesslich die Fruchtbarkeit des Deckbocks.

Kritische Phasen

Es gibt drei kritischen Phasen in der Fütterung während der Laktationsperiode, die für die Fruchtbarkeit der Herde entscheidend sind. In diesen Phasen gilt es einiges zu beachten. So sollte in der Belegungsphase:

  • Vor der Deckperiode etwas «magerer» gefüttert werden
  • Zwei bis drei Wochen vor bis drei Wochen nach dem Decken energiebetonter füttern zum Beispiel mit frischer Weide oder Emd und/oder Flushing-Hochenergiefutter
  • Energieversorgung während der Besamung – ein Energieschub, ein sogenanntes Flushing, bewirkt, dass die Bildung von Glukose angeregt wird. Bei Brunstbeginn bis Ende der Einnistung der Eizelle ist eine ausreichende Energieversorgung entscheidend.

Mehr Energie vor der Geburt

Eine weitere kritische Phase in der Haltung und Fütterung von Schafen ist die Transitphase. Also die Vorbereitung auf die Laktation mit der Geburt und drei Wochen nach der Geburt. Hier sollte insbesondere beachtet werden:

  • Einen Monat vor Ablammen; Energieversorgung trotz Verzehrsrückgang sicherstellen. Dies wird erreicht, indem die Energiedichte über besseres Raufutter wie zum Beispiel Emd statt Heu erhöht wird. Auch stärkereiches Kraftfutter kann verfüttert werden.
  • Ab zwei Wochen vor dem Ablammen bis ein Monat danach: Trächtigkeitstoxikose und starken Gewichtsverlust vorbeugen. Hierbei helfen blutzuckerbildende Substanzen wie sie zum Beispiel in einem Ketoseschutzfutter vorhanden sind.

Zugang zum Euter sichern

Auch der «Lämmerstart», also die ersten Lebenswochen der Jungtiere, sind kritisch anzuschauen. So gilt es insbesondere:

  • Die Biestmilchaufnahme sicher zu stellen, das heisst, den Zugang zum Euter zu gewährleisten und die Eutergesundheit im Auge zu behalten.
  • Sauglust und Gesundheitszustand von Aue und Lämmern ständig im Auge zu behalten.

Auch die Futterqualität spielt eine grosse Rolle. Nebst bedarfs- und pansengerechtem Futter muss Struktur-, Energie-, Protein- und Mineralfutterversorgung genau auf die Leistung abgestimmt sein. Jegliches Grundfutter muss trocken, schimmel- und pilzfrei sein. Die Silagen müssen in guter Qualität und Stabilität vorliegen. Dies sind alles wichtige Voraussetzungen um eine langfristig gute Fruchtbarkeit bei Jungauen und älteren Mutterschafen zu erhalten.

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