melior AG
Kuh auf der Weide (Foto: agrigate) Milchwirtschaftsbetrieb von Stefan und Daniela Lehner, Gossau

Den heiklen Übergang zum Weiden erfolgreich meistern

Fitte Kühe setzen eine durchdachte Fütterung voraus, auch während der beginnenden Weidehaltung. Im Vergleich zur Winterfütterung weist die Sommerration oft große Schwankungen auf, wodurch die Futteraufnahme und die Produktion gestört werden. Das Weidesystem und die Ergänzung an der Krippe müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Junges Gras ist ein hochverdauliches Futter und ermöglicht bei optimaler Ergänzung der Ration kostengünstig Milch zu produzieren. Grünfutter allein kann jedoch die Pansenaktivität verschlechtern.

Die übermäßige Übersäuerung des Pansens (Azidose) ist eine der häufigsten latenten Störungen auf dem Milchviehbetrieb. Sie verursacht erhebliche Verluste (verminderte Futteraufnahme, Verschlechterung der mikrobiellen Aktivität, Klauenrehe, verminderte Immunität, Fruchtbarkeitsstörungen usw.).

Oft liegt bei jungem Frühlingsgras ein Überschuss an Ammoniak vor, umso mehr, wenn Zucker fehlt: Junges Gras ist reich an löslichem Protein, so dass der Pansen zu viel Protein erhält. Dieser Überschuss kann nicht nur zu Fruchtbarkeitsstörungen führen, sondern auch die verfügbare Energie verringern, da die Leber dieses Ammoniak wiederverwerten muss und letztlich eine erhöhte Ausscheidung in die Umwelt verursacht. Der Einsatz von Ammoniakbinder ist eine interessante Option, zB. Diamond® XP S und Quillaya-Saponine.

Magnesium gegen Weidetetanie

Zudem muss auch auf das Auftreten von Weidetetanie geachtet werden, die auf den Verzehr von jungem kaliumreichem und magnesium- und zellulosearmen Gras zurückzuführen ist. Die Weidetetanie äußert sich am häufigsten durch Zittern und manchmal durch Symptome von Milchfieber. Es ist deshalb ratsam, noch vor der ersten Beweidung ein magnesiumreiches Mineralfutter zu füttern, um diese Symptome zu vermeiden (PhysiO® Bloc Mg und/oder PhysiO® Silver Mg Würfel).

Außerdem sind während der Grünfütterung häufig Fälle von Blähungen zu beobachten: Temperaturschwankungen, Regen, junges, kleereiches Gras und Weide mit wenig vorheriger Fütterung begünstigt das Auftreten von Schaum im Pansen (Ursache der Blähung).  Die Verwendung von Moruline® (eine anerkannte Spezialität mit einem Anteil an Lebertran) reduziert das Risiko bei Wiederkäuern erheblich.

Es ist auch eine Tatsache, dass Kühe, die mehr als 30 kg Milch pro Tag produzieren (Erstlingskühe mehr als 25 kg), ihren Energiebedarf aufgrund der begrenzten Aufnahme von Gras nicht mehr vollständig aus Grünfutter decken können. Dann ist ein stärke- und proteinreiches Bypass (APDF) Futtermittel erforderlich.

Fibramix und Structura, Optifibre einsetzen

"Weiden ist die Kunst, die Kuh und das Gras im richtigen Moment zusammenzubringen". Wenn die Weideleistung sinkt, muss die Fläche vergrößert werden oder, insbesondere in höheren Gebieten, der Anteil der Ration für die Krippe erhöht werden (Halbtagsweiden bei unzureichender Futteraufnahme). Es ist auch ratsam, mehr Maissilage in den Silagebetrieben zu verfüttern.

Silofreie Betriebe sollten Futter mit hoher Verdaulichkeit und eine Heu-Gras-Mischung füttern, um eine ausreichende Nährstoffaufnahme zu gewährleisten. Die melior-Ergänzungsfutter Structura, Fibramix, Fibramix Bio und Optifibre sind für diese Übergangszeit besonders geeignet. Gleichzeitig ist es wichtig, die Eiweißzufuhr durch ein geeignetes Konzentrat sicherzustellen!

Für hochproduktive Kühe mit oft begrenzter Futteraufnahme auf der Weide wird empfohlen, frisches Futter vorzulegen, wobei darauf zu achten ist, dass die Reste regelmäßig beseitigt werden.

Die Wahl des Leistungsfutters sollte nicht vernachlässigt werden

Gesunde Milchkühe mit viel Milch und hohen Inhaltsstoffen brauchen ein energiereiches Ergänzungsfuttermittel, das Stärke (insbesondere Getreideflocken) und wertvolle Bypassproteine enthält.

Um die besten Erfolgschancen zu haben, ist daher eine hohe Energiedichte in der Ration mit angemessenen Mengen an Mischfutter notwendig. Dabei ist es von Vorteil, ein energiereiches Futtermittel aus combifloc® mit stabilem Pansenfett zu verwenden. Bei Mischrationen ist es bei eingeschränktem Zugang zu Weideflächen auch ratsam, den Energiegehalt der TMR zu erhöhen.

PhysiO® Bloc FREEZE gegen Hitzestress

Obwohl der frühe Frühling noch keine Quelle für größeren Hitzestress ist, ist Vorbeugen besser als Heilen. Insbesondere ist es ratsam, den Futterverzehr mit Spezialitäten zu erhöhen, die mit Hefe, Schwefel und Kobalt angereichert sind (2387 Microb Booster), und ein mit Hefe und Gewürzen angereichertes Mineralfutter zur Förderung des Herz-Kreislauf-Systems bereitzustellen (PhysiO® Bloc FREEZE). Bei hoher Hitze ist es ratsam, die Ketose mit einem geeigneten Starter oder schnell verfügbaren Quellen von Glukose (melior 2315, melior 2381, melior 2382 und Start Green) zu verhindern, um einen optimalen Start auf der Weide zu gewährleisten.

Wasser ist für Tiere lebenswichtig , daher ist es notwendig, eine ausreichende Wasserversorgung (bis zu 150 Liter/Kuh/Tag) zu gewährleisten und die Durchflussmengen zu kontrollieren! Zudem ist bekannt, dass die Kühe bei Hitzestress viele Mineralstoffe durch Schwitzen und Urin ausscheiden: eine 20-25%ige Erhöhung der Rationen an Mineralfutter, Spurenelementen und Viehsalz wird dringend empfohlen: PhysiO® Bloc-Leckschalen zur freien Verfügung hinstellen.

Ihr melior-Berater steht Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung.