melior AG

An Salz fehlt es immer

Fachbericht von Andreas Schori, PM Pferde, melior

Mengen- und Spurenelemente haben wichtige Funktionen im Körper des Pferdes, unter anderem für die Knochen, Haut und Hufe, die Muskeln, die Aufnahme von Wasser sowie wie die Funktion von Enzymen und Hormonen.

Kalzium wird vorwiegend für die Knochen gebraucht. Phosphor ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Knochen, ist aber auch verantwortlich für den Stoffwechsel der Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Magnesium wird für die Muskelspannung und -entspannung benötigt, ist Regulator des Nervensystems und zahlreicher Enzyme und wirkt beruhigend. Natrium und Chlorid (Salz) regulieren den Wasserausgleich im Körper des Tieres und werden benötigt für Nerven und Muskelimpulse, den Zellaustausch und zur Bildung der Magensäure. 

Auf die Form kommt es an

Spurenelemente sind fast an allen Körperfunktionen direkt oder indirekt beteiligt. Das flächenmässig größte Organ des Pferdekörpers ist die Haut mit ihren Anhangsgebilden in Form von Hautdrüsen, Haaren und Hufen. Die Gesundheit des Fells und der Hufe sind oft ein Spiegel des generellen Gesundheitszustandes des Pferdes. Sie wird beeinflusst von Pflege, Haltungsbedingungen, Bewegung, erblicher Veranlagung und nicht zuletzt von der Versorgung mit etlichen Spurenelementen und Vitaminen. Beispielsweise verbessert Zink die Wundheilung, den Hautzustand und natürlich das Hufwachstum. Neben Zink brauchen gesunde Hufe in Zusammenarbeit mit Vitamin H (Biotin) auch Kupfer, Mangan, Eisen,und Kobalt. 

Moderne Misch- und Mineralfutterfutter für Pferde enthalten heute einen Teil der Spurenelemente in organischer Form (zum Beispiel Zinkchelat anstelle von Zinkoxid). Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass organisch gebundene Spurenelemente um ein Mehrfaches besser verwertet werden als anorganische. 

Gehalte im Raufutter

Nicht selten wird Pferdeheu auf extensiven Wiesen produziert. Die auf den «mageren» Böden wachsenden Pflanzen sind entsprechend eher arm an Mineralstoffen.Wird Pferdeheu oder Heylage auf intensiv bewirtschafteten Flächen produziert, werden die Gräsermischungen, damit sie genügend Nahrungsfasern liefern, auch spät geschnitten. Dadurch wird pro Fläche viel Masse geerntet, und der Minerstoffgehalt pro kg ist dann auch eher tief. 

Sehr salziger Schweiss

Kein anderes Lebewesen – ausser dem Menschen – produziert bei körperlicher Arbeit in so kurzer Zeit so grosse Mengen Schweiss wie ein Pferd. Sein Schweiss ist noch viel salziger als jener des Menschen. Von den nebst dem Wasser ausgeschiedenen Stoffen (Elektrolyten) sind rund 85 Prozent Salz (NaCl). Unter normalen Voraussetzungen ist das Pferd in der Lage, Salz nach seinem Instinkt in der richtigen Menge an einem Salzleckstein aufzunehmen. Lecksteine, die zusätzlich Kalzium und Phosphor enthalten, sind nicht zu empfehlen. Bei ansteigendem Salzbedarf nimmt das Pferd zu viel Kalzium und Phosphor auf. Der beste Salzleckstein ist jener, der mit seinen Gehalten jenen des Pferdeschweisses am nächsten kommt.

Vorsicht Überschüsse

Wird dem Pferd in der Summe zu viel Kalzium verfüttert, wird die Aufnahme von anderen Mengen- und Spurenelementen wie Zink gehemmt (Antagonismus) und es kann zu Mangelerscheinungen kommen. Mögliche Ursachen sind verfütterte Zusatzprodukte welche auf Futterkalkbasieren, oder Mineralfutter, die weit mehr als das doppelte an Kalzium als an Phosphor und Magnesium enthalten. 

Mehr für Senioren

Handelsübliche Mischfutter für Pferde sind so mineralisiert, damit bei maximal verabreichten Mengen keine Überschüsse entstehen. Folglich reicht dies dann bei Rationen mit wenig Mischfutter nicht aus. Aber auch in Stresssituationen, über Fellwechsel, in Rekonvaleszenz und im Seniorenalter ist ein zusätzliches Mineralfutter empfohlen um den erhöhten Bedarf zu decken.

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