melior AG

Mineralstoffversorgung bei Kleinwiederkäuern: Kleine Menge mit grosser Wirkung!

Ziegen und Schafe erbringen bei intensiver Haltung und Fütterung bedeutende Milch- und Fleischleistungen. Eine minimale Zufuhr an Makro- und Mikroelementen ist aber Voraussetzung für Vitalität, Fruchtbarkeit, Euter- und Klauengesundheit. Studien zeigen, dass das Immunsystem von Leistungstieren dabei verbessert wird.

Die regelmässige Mineralstoffzufuhr bei Kleinwiederkäuern stösst in der Praxis und besonders während der Alpung und Sommerfütterung oft an ihre Grenzen. Eine gute Mineralfutterversorgung vor dem Alpauftrieb und nach der Alpabfahrt kann die Situation entschärfen.

Mineralstoffergänzung auf extensiven Weiden besser planen
Kräuterreiches Alpgras kann wesentlich zum Mineral- und Spurenelementbedarf beitragen. Milchschafe und Milchziegen sowie Lämmer und Gitzis sind aber auf eine zusätzliche Mineralstoffzufuhr angewiesen. Bei gezielter Verabreichung mit Leckmassen und Salz an Mutterschafe und Ziegen kann über die Milch auch bei den Jungtieren der Stoffwechsel sowie das Knochen- und Muskelwachstum sichergestellt werden.

Nicht laktierende Tiere wie Fleischschafe oder Galtziegen können eine rund hunderttägige Sömmerungsperiode ohne Mineralstoffzufuhr schadlos überstehen. Versuche und Studien belegen, dass eine reichliche Aufnahme an Makro- und Mikroelementen vor Weideauftrieb und Weideabgang und damit Speicherung in Knochen und Gewebe diese Zeitperiode überbrücken.

Gute Vitamin- und Mineralstoffversorgung stärkt das Immunsystem
Kleinwiederkäuer sind Parasiten oft mehr ausgesetzt als andere Tiergattungen. Diese Schmarotzer entziehen dem Wirtstier wertvolle Nährstoffe und können Lämmer und Gitzis und bereits unterkonditionierte Muttertiere erheblich schwächen. Neben einer nachhaltigen Parasitenbekämpfung kann die kontinuierliche Vitamin-, Spurenelement- (Selen, Kupfer, usw.) und Mineralversorgung das Immunsystem und die Vitalität unterstützen.

Das Ziel ist eine fruchtbare Herde mit gesunden Eutern und Klauen
Alptiere müssen oft lange Wege unternehmen, um zum Futterplatz zu gelangen. Gesunde Klauen und ein gutes Fundament sind entscheidend für eine leistungsfähige Herde. Hochtragende sowie zu belegende Tiere sind für die Fruchtbarkeit und die Entwicklung der Föten auf einen optimal funktionierenden Stoffwechsel angewiesen. Euterentzündungen bei Auen und Ziegen mit hohen Milchzellzahlen können öfters auftreten und Milchleistung sowie Tiergesundheit beeinträchtigen. Wie Studien belegen, kann die Verabreichung von Selen und Kupfer in organischer Form sowie Vitamin E wesentlich zur Mastitisprophylaxe beitragen.

Bedeutung von Selen  
Selenquellen . Natriumselenit
. Organisches Selen in Form selenreicher Hefen (Selenmethionin) für bessere Aufnahme und Verwertung
Bedeutung/Funktion . Antioxidative Wirkung
. Erhaltung des Muskelaufbaus
. Immunsystem
. Vitalität und Spannkraft
Mangelsymptome . Probleme beim Geburtsverlauf (Ablammschwierigkeiten)
. Erhöhte Anfälligkeit für Euterentzündungen
. Muskel- und Herzschwäche
. Hohe Zellzahlen
Überschuss . Atmungsstörungen
. Bewegungsstörungen
. Todesfolge (wenn >0.5 mg / kg Gesamtfutter-TS)
Wechselwirkungen . Kann die Schwefelabsorption konkurrenzieren


Unsere Kleinwiederkäuer-Spezialisten stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Melior wünscht allen Ziegen- und Schafhaltern viel Erfolg und eine glückliche Hand bei der Sommerfütterung.