melior AG
Gewichtsmassband richtig einsetzen Wer «combifloc®» sagt, sagt melior! © Braunvieh Schweiz Physio® Blocs

«Hammermässiges Maisjahr 2017!»

Auf 7 Standorten verteilt auf die ganze Schweiz, führte Meliofeed auch dieses Jahr Maisanbauversuche durch. Ein Standort befindet sich im «Häftli», der fruchtbaren Ebene in der Schlaufe der alten Aare im bernischen Büren a.A.

Die Böden auf dem Betrieb Heudorf sind tiefgründig und eher schwer mit gutem Wasserhaltevermögen. «Die schwach humosen Lehmböden im leicht basischen pH-Bereich von 7.8 bei uns sind ertragreich und eignen sich sehr gut für alle Ackerkulturen», erzählt der Betriebsleiter René Kocher. Der Ackerbauer,
Munimäster und Pferdezüchter mit Pensionsstall arbeitet in einer Fruchtfolge mit Mais-Zuckerrüben- Winterweizen-Gerste-Kunstwiese. Pikantes Detail: Im Zwischenfutterbau wird auf eine 300er-Mischung gesetzt, «die hohe Qualität wiegt die höheren Saatgutkosten auf,» ist er überzeugt.

Vermehrt zurück zum Pflug

Seit einigen Jahren setzt der Betriebsleiter wieder vermehrt den Pflug ein. Einerseits, um im Frühjahr ein ideales Saatbett für die Hauptkulturen bereitzustellen und Luft in den Boden zu bringen. Auf der anderen Seite gibt es ihm die Möglichkeit, unerwünschte Unkräuter zu regulieren. Vor allem die Knorpelmöhre bereitet auf dem Betrieb Heudorf teilweise Probleme. Auf welchen Wegen dieses Unkraut eingeschleppt wurde, das in Gärtnereien gerne als Zierpflanze («Snowflake») eingesetzt wird, ist nicht bekannt.

Auf dem Betrieb Heudorf wird von der Bodenbearbeitung über Düngung und Pflanzenschutz alles selber ausgeführt. Mist und Gülle vom Betrieb bilden zusammen mit Diammoniumphosphat das Nährstoffgrundgerüst, ergänzt mit Stickstoffdünger. Die Unkrautregulierung im Nachauflauf setzte sich dieses Jahr aus Equip Power + Aspect mit guter Gräser-, Hirsen- und Queckenwirkung in Mischung mit Banvel gegen Breitblättrige zusammen. Mit dem Unterblattspritzbalken erreicht der Betriebsleiter auch Disteln und Winden.

Gesunde Tiere und gesunde Pflanzen

2017 gehört beim Mais für René Kocher zu den Besten seit jeher. «Wir hatten genug Wasser und genug Wärme für hohe Erträge, » schwärmt er von einem für ihn «hammermässigen» Maisjahr.

Die Ration der 220 Mastmuni (130 Vormast / 80 Ausmast) besteht aus 90% Maissilage und 10% Grassilage, welche zweimal täglich frisch vorgelegt und mit Mischfutter von melior ergänzt wird. Angesprochen auf seine Ziele äussert sich René Kocher dezidiert: «Ich will meine Tiere mit betriebseigenem Grundfutter füttern. Im Grunde genommen will ich gesunde Pflanzen und gesunde Tiere!». Angesprochen auf seine Motivation als Versuchsstandort für die melior-Maisanbauversuche sagt er klipp und klar: «Das macht mir Spass und interessiert mich!».

«Die Kunst, den idealen Saatzeitpunkt zu erwischen»
Normalerweise wird auf dem Betrieb Heudorf der Mais in zwei Etappen gesät. Um den 24. April herum eine eher frühe Sorte, die ihm erlaubt, den Harvestore-
Silo früh im Herbst zu füllen und entsprechend früh wieder zu öffnen. Rund 10 Tage später wird dann die zweite Staffel gesät, welche im Herbst durch den Lohnunternehmer Minder, Scheuren, in die Betonsilos gefüllt wird. 2017 hat der extreme Frost Ende April aber dazu geführt, dass sich die frühe Saat nicht ausgezahlt hat. Der später gesäte Mais holte den Rückstand rasch auf. «Im Nachhinein ist man immer klüger, aber den idealen Saatzeitpunkt zu erwischen,
ist effektiv die Kunst im Maisanbau!», erzählt der gewiefte Ackerbauer.

Wir danken René Kocher für seine langjährige Treue als melior-Kunde und für die zuverlässige Arbeit im Maisversuch.